Fensterart
Gründerzeithäuser und ihre Fenster
Die Mietshäuser des Ortsteils entstanden gegen Ende des 19. Jahrhunderts nach dem Bebauungsplan, den James Hobrecht entworfen hatte. Weil der Zweite Weltkrieg hier kaum Lücken riss, ist der Gründerzeitbestand bis heute zusammenhängend erhalten. Das erklärt, warum Vorderhaus, Seitenflügel und Hinterhaus in vielen Straßen noch dieselbe Bauart zeigen.
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Zur Bauzeit passen Kastendoppelfenster, also zwei hintereinander liegende Flügelpaare, wobei der äußere Einfachglas im Kittfalz tragen kann. Manche Fenster können über die Jahrzehnte aufgearbeitet worden sein, andere durch Kunststofffenster mit Isolierglas ersetzt. Beides kann im selben Treppenaufgang vorkommen. Welche Variante bei Ihnen sitzt, erkennen Sie an der Zahl der Flügel und am Rand der Scheibe: Kitt oder Glasleiste deuten auf Holz, ein schmaler silbriger Streifen zwischen zwei Scheiben auf Isolierglas.
Daraus folgt für den Schaden: Im alten Flügel kann sich eine einzelne Scheibe ersetzen lassen, ohne den ganzen Rahmen zu tauschen. Bei Isolierglas wird dagegen die komplette Einheit nach Maß gefertigt. Hohe Fensterformate bedeuten außerdem größere Glasflächen und damit mehr Scherben, die sich im Zimmer verteilen können.
