Wie ein Kastenfenster gebaut ist
Ein Kastenfenster besteht aus zwei getrennten Flügelpaaren. Das äußere Paar öffnet nach außen oder innen, das innere Paar schließt den Raum zum Zimmer hin. Zwischen beiden liegt ein Luftpolster, das vor Kälte, Lärm und Straßenstaub schützt. Die Scheiben sind Einfachglas und sitzen im Falz, also in einer Nut des Holzflügels.
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Gehalten wird das Glas von Leinölkitt oder von aufgeschraubten Glasleisten. Beides lässt sich lösen, ohne den ganzen Flügel zu zerstören. Das ist der große Vorteil: Eine einzelne Scheibe kann im vorhandenen Flügel ersetzt werden, ein Austausch des kompletten Fensters ist bei einem Glasbruch normalerweise nicht nötig. Weil Altbaurahmen einzeln gefertigt wurden, sind ihre Maße selten genormt. Eine Ersatzscheibe wird deshalb am Flügel abgenommen und individuell zugeschnitten.
