Fensterart
Anger, Gärtnerhäuser und das Quartier der Neunzigerjahre
Das Ortsbild besteht aus Schichten. Am Dorfanger an der Hauptstraße steht eine Kirche aus dem 13. Jahrhundert. Hugenotten siedelten hier ab 1688 und lebten vom Gartenbau; Gärtnereien und Kleingartenanlagen bestimmen bis heute das Bild. Ein Wohnquartier der Jahre nach 1990 ergänzt den Bestand; seine Straßen tragen Namen mit Bezug zu den französischen Siedlern.
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In älteren Häusern kommen Holzfenster mit Einfachglas im Kittfalz ebenso infrage wie spätere Fensterwechsel mit Isolierglas. Es hängt vom einzelnen Haus ab. Im Neubauviertel sitzen typischerweise Kunststoff- oder Holzfenster mit Zweifachverglasung, später auch mit Dreifachglas, jeweils mit Randverbund, der nach einigen Jahrzehnten altern kann.
Dazu kommt das Glas der Gartenkultur. Gewächshäuser und Frühbeete von Gärtnereien nutzen dünnes Flachglas oder Stegplatten, deren Kanten und Splitter besonders scharf sind. Wer Hobbygärtner ist, hat mitunter Treibhaus, Wintergarten und Gartenlaube nebeneinander, jeweils mit anderer Verglasung.
Für die Praxis bedeutet das: Es lohnt sich, einmal zu notieren, welche Fenster im Haus welchen Aufbau haben. Ein Bild vom Randstempel einer Isolierglasscheibe, ein Maßband am Rahmen und eine kurze Notiz zu Holz oder Kunststoff sparen im Schadensfall Rückfragen. Wo Fenster zwar noch passen, aber älter als dreißig Jahre sind, fällt die Nachbestellung manchmal anders aus, weil Dicken und Beschichtungen sich über die Jahre verändert haben.
