Fensterart
Mietshäuser, Siedlungen, Hochhäuser: Der Fensterbestand im Bezirk
Neukölln zählt zu den Bezirken, in denen sich Bauepochen auf engem Raum ablösen. Im Reuterkiez des Ortsteils Neukölln stehen wilhelminische Altbauten, in denen Kastendoppelfenster verbreitet sind: zwei Flügelpaare hintereinander, außen meist Einfachglas im Kittfalz. Ein einzelnes Glas kann dort gewechselt werden, der Flügel bleibt erhalten. Weil der Reuterkiez zu den sehr dicht besiedelten Quartieren zählt, kann der Zugang zur Bruchstelle eng sein.
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Eine ganz andere Bauart zeigt Britz. Der flächengrößte Ortsteil hat mit der Hufeisensiedlung von Taut und Wagner ein Welterbe mit knapp zweitausend Wohnungen, zu dem Einfamilienhäuser gehören. Für die Fenster dort können Vorgaben des Denkmalschutzes gelten. In Rudow stehen Häuser für eine oder mehrere Familien neben Wohnblocks und einzelnen Höfen, in Buckow prägt ein alter Dorfkern mit Anger das Zentrum.
Im Süden ragt schließlich die Gropiusstadt mit ihren Hochhäusern auf, von denen einige bis zu dreißig Etagen erreichen. In Hochhäusern dieser Bauart sind Isolierglas in Kunststoff- oder Aluminiumrahmen, Balkontüren und große Fensterflächen möglich. Solche Elemente sind größer und schwerer als im Altbau; für ihren Einbau kann Hebehilfe nötig sein.
