Fensterart
Mietshäuser, Gartenstadt, Siedlungen: Fenster im ganzen Bezirk
Was heute ein Bezirk ist, bestand lange aus eigenständigen Landgemeinden und Städten, die 1920 durch das Groß-Berlin-Gesetz Teil der Stadt wurden. Bis 2000 gehörten Schöneberg und Friedenau zu einem Bezirk, Tempelhof, Mariendorf, Marienfelde und Lichtenrade zu einem anderen; 2001 wurden beide vereint. Im Bezirk treffen deshalb Mietshausquartiere, Siedlungsbau und alte Dorfkerne aufeinander.
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In Schöneberg und Friedenau stehen Mietshäuser, die um 1900 und danach entstanden. In Häusern dieser Art können Kastendoppelfenster sitzen, also zwei hintereinander angeordnete Flügelpaare, das Glas teils als Einfachglas im Kittfalz. Im Bayerischen Viertel wurde ein Teil der Häuser nach dem Krieg ersetzt; dort können jüngere Fensterformate neben alten stehen.
Die Tempelhofer Gartenstadt und das großflächig mit Einfamilienhäusern bebaute Lichtenrade sind niedriger bebaut; dort können Holz- und Kunststofffenster mit Isolierglas sitzen. Hinzu kommen die Hochhaussiedlungen der 1960er und 1970er Jahre in Lichtenrade, bei denen sich Fenstermaße wiederholen können, sowie das Gewerbegebiet an der Großbeerenstraße, in dem größere Glasflächen vorkommen können. Jede dieser Bauarten braucht beim Ersatz eine andere Herangehensweise.
