Fensterart
Dorfkern, Altbau und Villa: Fenster mit unterschiedlicher Geschichte
Baulich ist der Ortsteil nicht aus einem Guss. Entlang der Breiten Straße lässt sich die ursprüngliche Dorfstruktur mit Anger und Kirche noch ablesen, dazu zählen historische Bauten wie das Kavaliershaus und die Mälzereien an der Mühlenstraße. Zum Bürgerpark hin reihen sich Altbauten aneinander, und gegen Ende des 19. Jahrhunderts entstanden Villen wohlhabender Bürger. Für Fenster und Gläser ergibt das eine große Spannbreite.
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In Altbauten dieser Art sind Kastendoppelfenster verbreitet: zwei Flügelpaare hintereinander, außen Einfachglas im Kittfalz. Wurde ein Haus saniert, können stattdessen Holz- oder Kunststofffenster mit Isolierglas sitzen. Beides kann im selben Gebäude vorkommen, etwa zur Straße hin erneuert und zum Hof noch im Bestand.
In Villen und älteren Stadthäusern können Holzfenster mit Sprossen, Rundbögen oder Oberlichtern sitzen. Solche Formate sind kein Standard, die Öffnung muss vor der Bestellung genau abgenommen werden. Bei größeren historischen Bauten wie den Mälzereien können große Glasflächen vorkommen, bei denen Sicherheitsglas eingebaut sein kann. Rahmen, Scheibenzahl und Stempel am Glasrand zeigen, welche Bauart Sie haben.
Ein weiterer Punkt betrifft die Nachrüstung. Wer einzelne Fenster erneuert hat, kann in derselben Wohnung einen Mix aus Bauarten haben: das Schlafzimmer mit modernem Isolierglas, die Küche noch mit dem alten Holzflügel. Das ist beim Ersatz wichtig, denn jede Öffnung braucht ihre eigene Lösung, und ein Foto aller Fenster einer Wohnung erspart dem Betrieb Rückfragen.
