Fensterart
Drei Bauwelten in einem Ortsteil: Fenster zwischen Gründerzeit und DDR-Block
Wer durch Friedrichshain geht, sieht drei Bautraditionen nebeneinander. Nördlich der Frankfurter Allee, im Samariterviertel, stehen fünfgeschossige Gründerzeithäuser. Hier sind Kastendoppelfenster verbreitet: ein äußeres und ein inneres Flügelpaar, dazwischen ein Luftpolster. Das äußere Glas ist, soweit der Originalflügel erhalten ist, Einfachglas im Falz; Verglasungen aus späteren Jahrzehnten können dagegen Isolierglas sein.
Die Karl-Marx-Allee wird von klassizistisch-sozialistischer Architektur gesäumt, einige Bauten haben bis zu dreizehn Geschosse. Die Straße steht unter Denkmalschutz, was bei Fassaden und Fensterformaten Abstimmungsbedarf auslösen kann. Daneben gibt es DDR-Plattenbauten, die vielerorts saniert wurden und dann Kunststofffenster mit Isolierglas tragen.
Im Süden schließlich liegen Hafen- und Industrieareale. In den Backsteinbauten der einstigen Lampenfabrik in der Oberbaum City kann die Verglasung ungewöhnliche Maße und eigene Anforderungen haben.
