Fensterart
Mietshäuser der Vorkriegszeit und was in ihren Fenstern steckt
Ursprünglich war ab 1872 eine Villenkolonie geplant; sie wich bis zum Ende des 19. Jahrhunderts einer Bebauung mit Mietshäusern, die um 1914 im Wesentlichen abgeschlossen war. Häuser aus der Zeit vor dem Ersten Weltkrieg stehen heute vor allem zwischen Ringbahn und A 100 sowie in den Nebenstraßen des Kurfürstendamms.
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In Mietshäusern dieser Bauzeit sind Kastendoppelfenster verbreitet: Zwei Flügelpaare sitzen hintereinander, das innere und das äußere mit je einer Scheibe, in der Regel Einfachglas im Kittfalz. Wer Glasbruch hat, sollte deshalb prüfen, welcher Flügel betroffen ist; im alten Flügel kann die einzelne Scheibe gewechselt werden. In manchen Wohnungen können die Fenster später gegen Isolierglas getauscht worden sein.
Zu Hauptstraßen wie dem Kurfürstendamm hin kann Schallschutzglas sitzen, das aus ungleich dicken Scheiben besteht. Es ist schwerer, wird nach Maß gefertigt und lässt sich nicht aus dem Regal nehmen.
