Fensterart
Mietshäuser, Villen, Erhaltungsgebiet: Glas in Friedenau
Der Investor Carstenn erwarb 1865 ein Rittergut, auf dessen Land Friedenau entstand. Gedacht war die Siedlung als Landhauskolonie mit Villen, später wurde sie überwiegend mit Häusern von vier bis fünf Geschossen bebaut. Auf der kleinen Fläche des Ortsteils, des kleinsten im Bezirk, stehen deshalb überwiegend Mietshäuser, dazwischen Villen.
Für die Fenster heißt das: In Mietshäusern aus der Gründerzeit können Kastendoppelfenster verbreitet sein, mit Holzflügeln, schmalen Sprossen und Glas im Kittfalz. Wo Fenster später erneuert wurden, kann Kunststoff mit Isolierglas sitzen. Im selben Treppenhaus können deshalb verschiedene Fenstertypen übereinanderliegen.
Weiterlesen
Im ganzen Ortsteil gilt seit 1986 eine Erhaltungsverordnung für Bauten aus der Zeit vor 1940; für den dauerhaften Ersatz von Fenstern sind deshalb gestalterische Vorgaben denkbar. Die Notverglasung berührt das nicht, den Austausch aber schon. In der Nied-, Albe- und Handjerystraße stehen außerdem denkmalgeschützte Villen. Hinterhäuser und Seitenflügel können schlichter ausgestattet sein als die Vorderhäuser: schmalere Flügel, einfachere Beschläge, manchmal Fenster in anderem Maß. Wer Glasbruch im Hinterhaus hat, sollte das beim Anruf erwähnen.
