Fensterart
Werkshallen und Arbeiterquartiere: Glas im Bestand
Als Emil Rathenau ab 1897 Werke der AEG ansiedelte, folgten Kabelwerk Oberspree, Akkumulatorenfabriken und weitere Betriebe. Die Einwohnerzahl verzehnfachte sich in kurzer Zeit. Ein so schnelles Wachstum bedeutet viel Neubau in kurzer Zeit; um die Jahrhundertwende wurden dafür in Berlin vielfach Mietshäuser mit Hinterhöfen gebaut.
In Mietshäusern der Jahrhundertwende sind Kastendoppelfenster verbreitet: zwei Flügelreihen hintereinander, die äußere mit Einfachglas im Kittfalz. Wo saniert wurde, können Isolierglasfenster in Holz oder Kunststoff eingesetzt worden sein, sodass in einem Haus beide Systeme nebeneinander vorkommen.
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Industriebauten wie der Peter-Behrens-Bau von 1914 bis 1917 haben allgemein große, hohe Fensterfelder. Wo ehemalige Industriebauten umgenutzt werden, auf dem früheren AEG-Gelände etwa durch die HTW, können moderne Verglasungen vorkommen: Isolierglas in Metallrahmen, teilweise aus Sicherheitsglas. Die Wahl des Glases richtet sich dort nach Gebäudebetreiber und Nutzung. Als Bewohner oder Beschäftigter melden Sie Schäden an der zuständigen Stelle.
