Fensterart
Vorstadthaus, Villa, Gewerbealtbau: welche Fenster in Köpenick sitzen können
Nach der Mitte des 19. Jahrhunderts wuchs Köpenick über die Altstadt hinaus: Köllnische Vorstadt, Kietzer Vorstadt und Dammvorstadt kamen hinzu. In Häusern aus dieser Zeit können Kastendoppelfenster verbaut sein: je Öffnung zwei Flügelpaare hintereinander. Die Außenflügel tragen mitunter Einfachglas, das mit Leinölkitt im Falz gehalten wird. Geht eine Scheibe kaputt, kann der Glaser genau dieses Feld erneuern, ohne das Fenster auszutauschen.
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Anders sieht es dort aus, wo Villen stehen. Im Kietzer Feld entstand 1892 die Villenkolonie Wendenschloss. An Villen dieser Art können Sprossenfenster, Erker, Verandatüren und Rundbogenformen vorkommen, teils im Original, teils durch neuere Rahmen mit Isolierglas ersetzt. Moderne Isolierverglasung ist ein verklebtes Paket aus zwei bis drei Glasplatten und wird immer auf das Rahmenmaß gefertigt. Liegen die Sprossen zwischen den Platten, wird auch das eigens angefertigt.
Spindlersfeld entwickelte sich aus dem Betrieb, den Wilhelm Spindler 1873 für Reinigung, Wäsche und Färberei gründete. Wo ältere Gewerbebauten umgenutzt werden, können alte Sprossenfenster neben modernen Glasflächen stehen. Welches Glas im einzelnen Haus sitzt, verrät der Rahmen: Holz mit Kittkante spricht für Einfachglas, ein umlaufender Abstandhalter zwischen zwei Scheiben für Isolierglas.
