Fensterart
Drei Bauwelten, drei Fenstertypen
Wer durch Wilmersdorf geht, sieht unterschiedliche Epochen nebeneinander. Rund um die Bundesallee wurde ab 1870 ein Stadtviertel nach Plan angelegt, mit Schmuckplätzen wie dem Prager Platz. Im Güntzelkiez, jenseits des Hohenzollerndamms, stehen Häuserzeilen aus der Gründerzeit. In solchen Mietshäusern sind Kastendoppelfenster verbreitet, deren innere und äußere Flügel jeweils eine eigene Scheibe tragen. Kommt nur ein Flügel zu Schaden, kann der Glaser diese eine Scheibe im Kittfalz ersetzen.
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Rund um den Rüdesheimer Platz liegt das Rheingauviertel, in den Jahren vor 1914 als Landhaussiedlung geplant und weitgehend erhalten. Hier stehen Landhäuser, und dort können Holzfenster mit Sprossen sitzen, bei denen jedes Feld ein eigenes Glas hat. Bei Sprossenfenstern kann deshalb nur ein kleines Feld zerstört sein, doch auch das will passend gemessen sein.
In Häusern, die später saniert wurden, kann Isolierglas eingebaut sein, das individuell hergestellt wird. Am Scheibenrand zeigt der Abstandhalter, ob es sich um Einfachglas oder Isolierglas handelt.
