Fensterart
Vielfalt unter Schutz: welche Fenster wo sitzen können
Westend ist kein einheitliches Quartier. Die Villenkolonie wurde ab 1866 nach englischem Vorbild angelegt, mit dem Branitzer Platz als Mittelpunkt. Dort stehen Villen, deren Fenster aus Holz bestehen können, mit Sprossen, Erkern und besonderen Formen. Kastendoppelfenster, historische Verglasungen und eigens angepasste Profile sind hier möglich.
In Neu-Westend entstanden ab 1913 Mietshäuser, Reihenhäuser und Einfamilienhäuser. In Mehrfamilienhäusern kann die Verglasung je nach Sanierungsstand sehr verschieden sein, und auch bei Reihenhäusern wird das Maß am betroffenen Fenster genommen.
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Die Gartenstadtsiedlung an der Heerstraße wurde in den Jahren bis 1926 angelegt, Eichkamp folgte bis 1929. In Häusern dieser Zeit können Holzfenster sitzen, die erhalten oder erneuert sind. Weil Teile des Gebiets unter Schutz stehen, kann bei Veränderungen an Fenstern eine Abstimmung nötig sein; ob das auch für einen Glasersatz im vorhandenen Rahmen gilt, klären Sie im Zweifel mit der Denkmalbehörde.
Glas ist in diesen Häusern zudem nicht gleich Glas. In älteren Häusern kann Einfachglas im Kittfalz sitzen, das beim Bruch in scharfe Stücke zerfällt. In Fenstern aus späteren Jahrzehnten kann Isolierglas stecken, bei dem eine der beiden Scheiben brechen kann, während die andere hält. Auch dann ist die Einheit beschädigt, denn der Raum zwischen den Scheiben ist nicht mehr dicht.
