Fensterart
Villen, Neubauten und was dahinter an Glas sitzt
Grunewald wurde 1889 als Villenkolonie angelegt. Villen dieser Bauart können viele einzelne Fenster in unterschiedlichen Größen und Formen haben. Je nach Baujahr und Sanierungsstand können Holzfenster mit Einfachglas im Kittfalz, Kastenfenster oder moderne Isolierverglasungen im selben Haus nebeneinander sitzen.
Ältere Häuser können Sprossenfenster besitzen, deren Felder einzeln verglast sind, außerdem Erker, Rundbogenfenster und Wintergärten. Solche Sonderformen erfordern besondere Maße und manchmal gebogenes Glas, das nicht vom Lager kommt.
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Auf dem Gelände des früheren Güterbahnhofs wurde ab 2009 eine neue Siedlung mit rund hundert Villen begonnen. In Neubauten dieser Art können mehrfach verglaste Fenster, Schiebetüren und bodentiefe Elemente sitzen. Das Glas ist dicker und schwerer; ein Austausch gehört in Profihände.
Auch die Lage im Grünen spielt eine Rolle: Hohe Bäume neben dem Haus bringen Äste und Laub, Sonne und Schatten wechseln auf der Fassade. Wenn Schatten und Sonne eine Scheibe ungleich erwärmen, können Spannungen entstehen, die das Glas an der Kante springen lassen; Fachleute sprechen von thermischem Bruch. Solche Risse entstehen ohne Stoß und gehen von der Kante aus.
