Fensterart
Gründerzeit, Lücken der Nachkriegszeit, Reihenhäuser: Fenster in Schöneberg
Um 1871 lebten rund 4.500 Menschen im Ort, um 1890 etwa 95.000; in so kurzer Zeit musste viel Wohnraum entstehen. Das Bayerische Viertel, zwischen 1900 und 1914 gebaut, bot Wohnungen von bis zu 250 Quadratmetern. Große Wohnungen haben viele Fenster. In Häusern dieser Zeit können Kastendoppelfenster stehen, bei denen hinter dem äußeren Flügel ein zweiter folgt und das Glas im Kittfalz liegt.
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Die Lücken, die der Krieg ins Viertel riss, wurden in den 1950ern mit viergeschossigen Neubauten gefüllt. Dort können schlichtere Fensterformate sitzen, je nach Baujahr auch mit Kunststoffrahmen und Isolierglas. Nebeneinander können so Fenster aus mehreren Jahrzehnten liegen.
Die Lindenhofsiedlung, gebaut 1918 bis 1921, setzt sich aus Reihenhäusern mit Garten und zwei Geschossen zusammen; die Ceciliengärten der 1920er Jahre bestehen dagegen aus Mietshäusern mit vier Geschossen. Bei Reihenhäusern können sich Fenstermaße wiederholen; in Mietshäusern kommt es auf Etage und Hausseite an, ob Vorder- oder Hinterhaus.
