Fensterart
Verdichteter Norden, lockerer Süden: Fenster in Mariendorf
Im Norden Mariendorfs stehen die Gebäude eng, im Süden mit mehr Abstand; das wirkt sich auch auf die Fenster aus. Wo mehrere Wohnungen übereinander liegen, können in einem Mehrfamilienhaus unterschiedliche Fenstergenerationen zusammenkommen: Je nach Baujahr kann noch ein Holzfenster mit Einfachglas sitzen, daneben ein später eingebautes Kunststofffenster mit Isolierglas. Der Mieter im Erdgeschoss hat dann womöglich ein anderes Glas als die Nachbarin darüber.
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Wo die Bebauung dünner ist, wie im Süden Mariendorfs, können kleinere Häuser mit Garten stehen. Terrassentüren und bodentiefe Fenster zur Gartenseite kommen dort vor. Wer eine Tür mit großem Glasanteil besitzt, sollte wissen, ob dort Verbundsicherheitsglas oder Einscheibensicherheitsglas verbaut wurde. Beides lässt sich an einer Prägung am Scheibenrand erkennen.
An einer zentralen Achse wie dem Mariendorfer Damm können Läden, Praxen oder Büros im Erdgeschoss liegen. Ihre Verglasung kann aus großen Isolierglaseinheiten in Metallrahmen bestehen. Ein Riss in einer solchen Einheit kann sich durch die gesamte Fläche ziehen. Wer dort arbeitet, sollte die Stelle absperren, weil Kunden am Bürgersteig vorbeigehen und Splitter nach außen fallen können. Auf der Innenseite hilft ein Stuhl oder Karton als Markierung, bis der Verschluss sitzt.
