Fensterart
Bauernkaten und Hofhäuser: welche Fenster dort sitzen können
Die Wohnhäuser der Bauern und die Hofanlagen entlang der Dorfstraße entstanden überwiegend in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts, grob zwischen 1845 und 1900. Was das für die Fenster bedeutet, hängt vom einzelnen Haus ab. In solchen Gebäuden können schmale Holzfenster mit kleinen Teilungen sitzen, in denen Einfachglas im Kittfalz liegt. Der Leinölkitt hält die Scheibe im Falz, dahinter sichern kleine Glaserstifte oder Leisten den Rand. Wo diese Flügel erhalten sind, kann man einzelne Scheiben austauschen, der Rahmen bleibt unberührt.
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Wurde ein Hofhaus modernisiert, sitzen in Holz- oder Kunststoffrahmen Isolierglaseinheiten, die nach Maß gefertigt werden und sich bei Bruch nicht flicken lassen. Mischformen sind denkbar: neue Fenster zur Straße, alte Flügel im Wirtschaftsteil.
Für Teile der Dorfstraße und für den Anger gilt Denkmalschutz. Wer an einem solchen Haus später eine Scheibe dauerhaft ersetzen lässt, sollte vorab klären, ob Teilung, Profil oder Glasart bestimmten Vorgaben folgen müssen. Für ein Provisorium spielt das keine Rolle. Kleine Formate wie Oberlichter oder Stallfenster sind ohnehin Sonderanfertigungen.
Die Siedlung Neu-Wartenberg von 1928 gehört einer anderen Bauzeit an. Bei Häusern aus den zwanziger Jahren können noch Holzfenster mit Einfachglas sitzen, es kann aber auch erneuerte Verglasung mit Isolierglas verbaut sein. Welcher Stand bei Ihnen vorliegt, sehen Sie an der Zahl der Scheiben im Flügel und am Randverbund. So lässt sich schon vor dem ersten Gespräch sagen, ob eine Einzelscheibe genügt oder die gesamte Einheit gebraucht wird.
