Woran sich altes Glas zeigt
Halten Sie den Blick schräg auf die Scheibe und achten Sie auf das Spiegelbild einer Lampe oder eines Fensterkreuzes. Läuft es in sanften Linien durch das Glas, handelt es sich vermutlich um gezogenes Glas. Dazu kommen manchmal feine Luftbläschen, kleine Schlieren oder ein leichter Dickenunterschied zwischen oberem und unterem Scheibenrand.
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Heutiges Floatglas wirkt dagegen völlig ebenmäßig, fast unsichtbar. Der Unterschied fällt besonders in Kastendoppelfenstern auf, in denen Originalscheiben aus der Bauzeit und spätere Ersatzscheiben nebeneinander sitzen können. Besonders gut sieht man den Unterschied bei flachem Licht, etwa morgens oder abends, wenn die Sonne seitlich auf die Fassade fällt. Dann zeichnen sich die Wellen im Glas wie Wasserspuren ab. Wer den Effekt mag, möchte ihn behalten, und das ist ein guter Grund, bei einem Schaden nicht vorschnell Standardglas zu wählen.
