Fensterart
Stuckfassade, Fabrikhalle, Markthalle: Das Glas hinter den Mauern
Im Nordosten des Ortsteils, im Stephankiez, entstanden zwischen 1870 und 1910 dicht gedrängte Gründerzeitblöcke mit Stuckfassaden und Hinterhöfen. In solchen Häusern kann sich der Fensterbestand über Generationen angesammelt haben: Kastendoppelfenster mit Einfachglas im Kittfalz, später eingebaute Kunststofffenster mit Isolierglas, dazwischen auch Holzfenster mit Verbundscheiben. Im Vorderhaus, im Seitenflügel und im Hinterhaus können ganz verschiedene Varianten nebeneinander liegen.
Das hat praktische Folgen. Bei Fenstern mit Sprossen lässt sich eine einzelne Teilscheibe ersetzen, ohne den Flügel zu erneuern. Bei Kunststoffrahmen wird dagegen das komplette Glaselement ausgetauscht.
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Moabit war lange ein Industriestandort. Erhalten sind die AEG-Turbinenfabrik von 1909, der Westhafen mit Speicher- und Verwaltungsbauten und die Arminius-Markthalle von 1890/91, die einen kompletten Block belegt. In Bauten dieser Art können großflächige Verglasungen oder Drahtglas sitzen, das Splitter im Netz hält. Was dort passt, entscheidet sich am Einzelobjekt.
