Fensterart
Wilhelminische Mietshäuser, Dorfensemble, Großsiedlungen
Der Reuterkiez wird von wilhelminischen Altbauten bestimmt und zählt zu den sehr dicht besiedelten Quartieren Berlins. In solchen Häusern sind Kastendoppelfenster verbreitet. Sie besitzen zwei hintereinanderliegende Flügelpaare, außen mit Einfachglas im Kittfalz, innen manchmal bereits erneuert. Im Hinterhaus oder Seitenflügel können die Fenster schlichter sein als an der Straßenseite des Vorderhauses, und die Flügel sind teils kleiner gegliedert, sodass für jede Teilung einzeln gemessen werden muss.
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Das Böhmische Dorf an Richardstraße und Kirchgasse ist als Gesamtanlage denkmalgeschützt. Dort liegen die Dinge anders: Bei historischen Gebäuden dieser Art können für Fenster, Teilung und Glas besondere Anforderungen gelten, die vor dem Einbau der endgültigen Scheibe mit der Behörde geklärt werden.
Die Weiße Siedlung und die High-Deck-Siedlung sind Großsiedlungen. Wo Bauten dieses Typs saniert wurden, haben sie Kunststofffenster mit Isolierglas und große Balkontüren. Im Schillerkiez am früheren Flughafengelände, im Körnerkiez und rund um den Boddinplatz hängt die Fensterart vom Baujahr des einzelnen Hauses ab. Wer dort wohnt, sollte beim Melden eines Schadens deshalb Baujahr oder zumindest Bauart nennen, soweit bekannt. So erkennt der Betrieb, ob Holz- oder Kunststofffenster zu erwarten sind.
